Immobilie schlägt Lebensversicherung

von Gerhard Rodler (immoflash)

11.04.2014

Eine Le­bens­ver­si­che­rung oder doch lie­ber ein Spar­buch?
We­der noch: Geht es um die Al­ters­vor­sor­ge, fällt die Wahl zu­erst meist auf eine An­la­ge im Im­mo­bi­li­en­be­reich.
Mehr als drei Vier­tel (77 Pro­zent) hal­ten eine selbst­ge­nutz­te Woh­nung oder ein selbst­ge­nutz­tes Haus für ge­eig­net.68 Pro­zent wür­den sich für eine ver­mie­te­te Im­mo­bi­lie ent­schei­den. Das er­gab eine be­völ­ke­rungs­re­prä­sen­ta­ti­ve Be­fra­gung von An­la­ge­im­mo­bi­li­en.de. Dazu wur­den 2.000 Bür­ger be­fragt.
Da­mit sind Im­mo­bi­li­en die in­zwi­schen be­lieb­tes­te Al­ters­vor­sor­ge.
Die An­la­ge-Klas­si­ker da­ge­gen ha­ben an At­trak­ti­vi­tät in der Be­völ­ke­rung ver­lo­ren: So hal­ten eine pri­va­te Ren­ten­ver­si­che­rung nur noch 57 Pro­zent für eine ge­eig­ne­te Absi­che­rung im Al­ter. Für eine Le­bens­ver­si­che­rung wür­de sich mitt­ler­wei­le nicht ein­mal mehr die Hälf­te (46 Pro­zent) ent­schei­den. Und auch ei­nen Spar­ver­trag fa­vo­ri­sie­ren nur noch 42 Pro­zent.
Ins­be­son­de­re die ver­mie­te­te Im­mo­bi­lie als Ka­pi­tal­an­la­ge ge­winnt an Be­deu­tung. Das be­legt auch das jüngs­te Ver­mö­gens­ba­ro­me­ter, das der Deut­sche Spar­kas­sen- und Gi­ro­ver­band Ende ver­gan­ge­nen Jah­res ver­öf­fent­licht hat. „Wir stel­len fest, dass im­mer mehr in­ter­es­sier­te An­le­ger ganz ge­zielt nach ei­ner Woh­nung oder ei­nem Haus zur Ver­mie­tung su­chen. Den­noch hat uns über­rascht, wie deut­lich die ver­mie­te­te Im­mo­bi­lie etwa der Le­bens­ver­si­che­rung in­zwi­schen den Rang ab­ge­lau­fen hat“, sagt Mi­cha­el Hugg­le, Ge­schäfts­füh­rer von An­la­ge­im­mo­bi­li­en.de. 

 

City Retailflächen wachsen

Der große Umbau in Wien geht weiter

von Gerhard Rodler (immoflash)

10.02.2014

Die erneute deutliche Erweiterung des Flächen­angebotes wird auch 2014 das Geschehen auf dem Einzelhandelsmarkt im Großraum Wien prägen. Die daraus resultierenden Verschiebungen der Kon­sum­entenströme und Umsätze wird für einige La­gen neue Perspektiven eröffnen, einige traditionel­le Einzelhandels­standorte werden aber an Bedeutung verlie­ren und könnten mittelfristig unter Druck kommen.
Der größte Flächenzuwachs wird 2014 im Norden und Westen Wiens erfolgen. Während im Rahmen des multifunktiona­len Groß-projekts „CityGate“ im 21. Wie­ner Gemeindebezirk rund 18.000 m² auf den Markt kommen, wird das Auhofcenter im 14. Bezirk nach der Erweiterung 2012 mit nochmals 10.000 m² zu einem der größten Shopping Center Wiens. Für Herbst ist die Eröff­nung des 20.000 m² großen Einkaufs­zentrums („Bahnhof-City“) am Hauptbahnhof angesetzt, im Stadt­zentrum soll pünktlich zum nächsten Weihnachtsgeschäft das „Goldene Quartier“ in den Tuchlauben fertigge­stellt werden. Hier entstehen insge­samt mehr als 11.500 m² im Luxussegment, die zu Höchstpreisen an führende internationale Luxusketten vermietet werden.
Für die Platzhir­sche wie SCS oder Donau­zentrum werden die Zeiten auch nach durchaus erfolg­reichen Refurbishments jedenfalls nicht leich­ter werden.“ Der zweite große Trend, der sich 2014 immer stärker bemerkbar machen wird, ist der Einfluss neuer Vertriebsformen auf den stationären Einzelhandel. Insbesondere Pop-up-Stores werden in vielfältigen Formen auf den Markt drängen und langsam, aber si­cher den Umsatz in den traditionel­len Einzelhandelsstruktu­ren „anknabbern“. Genutzt werden dabei sowohl Flächen im traditionell hochwertige­ren Be­reich von Mariahilfer Straße und Bauernmarkt, aber auch Leer­standsflächen an Bau­stel­len mit mobilen Contai­ner-Mietflächen.
Nicht zuletzt wird 2014 auch das „Jahr der Wahrheit“ für die zwischenzeitlich mehrfach umgestaltete Mariahilfer Straße werden. Im Frühjahr, wenn einige Neuverwertungen von Flächen anstehen, wird sich erweisen, ob sich in Österreichs bedeutendster Einkaufs­straße die Hoffnungen auf eine Belebung durch die Umgestaltung zur Fußgängerzone oder die Befürchtungen der Kritiker bewahrheiten.

 

Immobilien bleiben hoch im Kurs

Keine Blase in Sicht - weit und breit

von Gerhard Rodler (immoflash)

19.11.2013

So kann man sich täu­schen. Vor einem Jahr mein­te man noch der Im­mo­bi­lien­boom habe seinen Höhepunkt bereits über­schritten. Das hätten auch die Käufer erkannt.

Jetzt die Überraschung: "Das Ei­gen­heim gewinnt weiter an Beliebtheit." Denn weil Dauerniedrig­zin­sen noch immer das Er­sparte auf Konto oder Sparbuch auffressen und viele Aktien schon sehr teuer sind, gelten Häuser und Woh­nun­gen für immer mehr Menschen als sichere An­lage.

Jeder Zweite hält die eigenen vier Wände für die ideale Vermögensanlage und Altersabsicherung. Stärker als in den vergangenen Jahren führt das "Betongold" die Beliebtheitsskala an, mit großem Abstand vor Lebens- und Rentenversicherungen sowie Bausparverträgen, die wegen der Niedrigzinsen nur schwer an den Kunden zu bringen sind.

Tatsächlich sind die regionalen Unterschiede gewaltig. Eineinhalb Jahrzehnte lang stagnierten die Wohnungspreise, doch in den vergangenen drei Jahren stiegen sie in den größten Städten um mehr als 25 Prozent.

Die Gefahr, dass eine Immobilienblase platzt und die Wirtschaft in die Krise stürzt, besteht aus Sicht der Notenbanker nicht. Es würden nur geringfügig mehr Immobilienkredite ausgegeben als 2010.

Dass Immobilienkäufer sich finanziell auf ein solides Fundament stellen, ergaben auch andere Umfragen. 73 Prozent der angehenden Eigenheimbesitzer wollen sich für den Kauf verschulden - 11 Prozentpunkte weniger als vor zwei Jahren. Die meisten wollen 60 Prozent des Kaufpreises per Kredit finanzieren, was einer im internationalen Vergleich hohen Eigenkapitalquote entspricht.

Entfernung Wohnung zum Job steigt

von Gerhard Rodler (immoflash)

37 Prozent der Österrei­cher sehen sich selbst als Pendler und nehmen jeden Tag eine längere Fahrt zwischen Wohnort und Arbeits­stel­le in Kauf. Die häufigsten Gründe für das Pen­deln sind fehlende Arbeits­plätze in Wohn­ortnähe (klassische Pen­dler), knapp gefolgt vom Wunsch nach ei­ner ruhigen Wohngegend oder ei­ner größe­ren Immobilie, die damit leistbar wird (neue Pendler). Ge­nerell ist mit 84 Prozent die große Mehrheit be­reit zu pen­deln.

Der Weg zur Arbeit erfordert von so manchem Geduld: Knapp ein Drittel der berufs­tätigen Österrei­cher ist täglich länger als eine halbe Stunde pro Strecke unterwegs, um zur Arbeit zu kommen, die Hälfte davon mehr als eine dreiviertel Stunde pro Strecke. Die Schmerzgrenze liegt sogar noch deutlich höher: 40 Prozent würden eine Fahrtdauer von ei­ner Stunde oder mehr pro Strecke in Ord­nung finden. Als Pendler verstehen sich der Umfrage nach 37 Prozent der Berufs­tätigen (41 Prozent der Männer, 33 Prozent der Frau­en). Die meisten Befragten sind „klassische“ Pendler – sie pen­deln, da es in Wohnortnähe an geeigneten Arbeits­plätzen fehlt (50 Prozent). Auch wirtschaftliche Fakto­ren bedingen die Pen­del-Be­reitschaft, da die Miet- und Kaufpreise von Immobili­en in den Innen­stadtbe­reichen meist höher als in den Speckgürteln sind. 40 Prozent nehmen längere Fahrten deswegen in Kauf, weil die gewählte Wohngegend ruhiger und grüner ist. 16 Prozent, weil sie sich durch den länge­ren Arbeits­weg eine größere Woh­nung oder ein größe­res Haus leisten können und dieses Sparpotenzial ausnützen wol­len. Nur 16 Prozent der Befragten lehnen tägliches Pen­deln zwischen Wohnort und Arbeits­platz grundsätzlich ab.

Derzeit nutzen 58 Prozent der Befragten das ei­gene Auto für den täglichen Arbeits­weg. Liegt der Arbeits­platz innerhalb der gleichen Stadt, fahren drei von zehn Befragten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Mit dem Fahrrad unterwegs zur Arbeit sind 10 Prozent, ebenso viele nutzen Bahn oder Schnellbahn im Regionalverkehr. 27 Prozent sind darüber hinaus per Pedes unterwegs. Könnte man es sich aussuchen, würde rund die Hälfte der Befragten gern mit dem ei­genen PKW zur Arbeit fahren, 28 Prozent mit den „Öffis“, 15 Prozent mit dem „Draht­esel“.

Eine Bahnfahrt von 45 Minuten pro Strecke in Kauf nehmen würde mehr als die Hälfte (55 Prozent) der Befragten be­reits, wenn eine monatliche Kosten­ersparnis bis zu 100 Euro dafür winken würde.

Frühlingslüfterl für Wiener Immomarkt

von Gerhard Rodler (immoflash)

Es scheint so, als ob den heimischen Immobili­en­entwicklern gute Jahre bevorstehen. Die Neu­vermietungen lau­fen wieder relativ rund und es gibt auch wieder mehr Neuprojekte, was sich an der zunehmenden Nach­frage nach Immobili­enkrediten ab­lesen lässt. Und: Die Immobili­enpreise in Wien dürften im nächsten Jahr weiter stei­gen. Aktuell liegt die Netto-Cash-Flow-Rendite schon bei unter fünf Prozent.

Konkret: Im Bürobereich wurde die 5-Prozent-Marke mit rund 4,8 Prozent zur Jahreshälfte be­reits deutlich nach unten durchbrochen. Im Einkaufs­zentren-Be­reich liegen die Spitzen­renditen um 5,5 Prozent, in Fachmarkt­-Zentren um rund 1 Prozentpunkt höher.

Im mitteleuropäischen Vergleich zählt Österreich damit zu den Niedrig­renditeländern. Es ist daher davon auszugehen, dass Immobili­en mit Entwicklungspotenzial, die höhere Renditen bieten, für Investo­ren wieder attraktiv werden. Investo­ren werden etwas risikofreudiger und fra­gen zunehmend nicht mehr nur Prime-Immobili­en, also Objekte in sehr guten La­gen, mit sehr guten Mietverträgen, nach. Auch Immobili­en mit Entwicklungspotenzial gewinnen an Attraktivität.

Die erwartete Verbes­serung der Konjunktur stellt die Weichen für eine weitere gute Performance des österreichischen Immobili­enmarktes. Damit läuft die österreichische Konjunktur deutlich bes­ser als im europäischen Durchschnitt. Davon wird auch der österreichische Immobili­enmarkt profitie­ren. 

Mobilität entscheidet Wohnstandort

Städte weniger mobil als am Land

von Gerhard Rodler (immoflash)

Österreich befindet sich in einem Mobilitätswandel. 

In einer österreichweiten, repräsentativen Erhebung (1000er Stichprobengröße, Gallup) wurden Mütter oder Väter, die allein für die Mobilität ihres Kindes/ihrer Kinder zuständig sind, mit zumindest einem Kind unter zehn Jahren, zu ihren wichtigsten täglichen Wegen wie Arbeitsplatz, Bildungseinrichtungen, medizinische Versorgung, Lebensmittel, etc. befragt.

45 Prozent der Eltern mit Kindern unter zehn - egal ob in einer Partnerschaft lebend oder nicht - sind allein für das Bringen und Holen der Kinder verantwortlich. Überwiegend sind dies Frauen. Ein Drittel dieser Eltern, die allein verantwortlich sind, ist erwerbstätig. Kindergarten und Volksschule, Lebensmittelhandel sowie Arzt und Apotheke sind die wichtigsten Stationen im Alltag.

Über 60 Prozent der Tiroler, aber nur rund ein Viertel der Wiener Eltern bringen ihre Kinder zu Fuß in Kindergarten oder Schule. So werden in Wien die Kinder zu rund 45 prozent mit dem PKW und zu 15 Prozent mit Öffis gebracht. In Oberösterreich, Steiermark, Kärnten und Salzburg kommt hauptsächlich der PKW als Verkehrsmittel zum Einsatz oder man geht zu Fuß. Die täglichen Abläufe spiegeln auch die Versorgungsstruktur wider, denn Lebensmitteleinkäufe werden von Wiener Eltern zu fast 60 Prozent zu Fuß erledigt. Ebenso viele Tirolerinnen nutzen dafür das Auto. Für alleinlebende Personen über 60, die nicht mehr im Erwerbsleben stehen (80 Prozent Frauen, 37 Prozent in Orten unter 5.000) ist die Erreichbarkeit von Allgemeinmedizinern und Apotheken sowie vom regionalen Lebensmittelhandel sehr wichtig. Knapp 60 Prozent erledigen ihre täglichen Einkäufe und etwa die Hälfte der Befragten den Weg zur Apotheke und ihre Arztwege zu Fuß.

Energieausweis kommt in Wohnungen an

von Gerhard Rodler (immoflash)


Die verpflichtende Information über die Energieeffizienz bei Verkauf oder Vermietung von Wohnungen hat zu einem steigenden Energie-und Umweltbewusstsein der Konsumenten beigetragen. Insbesondere beim Wohnungskauf wird die Energieklassifizierung zu einem immer wichtigeren Kriterium.

Doch die verpflichtende Angabe der Engergieeffizienzwerte in den Wohnungsinseraten führt zu Mehrkosten ohne irgendeinen Mehrwert für die Wohnungssuchenden. Und letzten Endes schlagen sich alle Kosten auch im Preis nieder. Das Kriterium "Energieeffizienz" werde erst in einem späteren Stadium relevant.

"Niemand wird sich nur wegen eines guten Energieausweises auf ein Inserat melden oder umgekehrt sich über ein grundsätzlich interessantes Angebot wegen eines schlechten HWB-Werts nicht einmal informieren." Angaben zur Energieeffizienz im Beratungsgespräch und im schriftlichen Anbot seien hingegen sinnvoll und absolut ausreichend", so Bauernfeind.

Ausserdem wird berichtet, dass Wohnungssuchende die Kennzahlen oft nicht richtig interpretieren würden. "Die Klassifizierung und bildliche Darstellung läuft ja nach einem ähnlichen Schema wie bei Haushaltsgeräten, die mittlerweile jedem ein Begriff ist: A ist das Beste und kaum jemand würde mehr ein Gerät mit B oder einer noch schlechteren Klassifizierung kaufen. Da aber z.B. auch tallos modernisierte Altbauwohnungen kaum über Klassifizierhung C hinauskommen, entsteht hier oft ein ganz falscher Eindruck". 

Wohnungssuchende müssten daher besser informiert werden, um die Angaben im Energieausweis richtig interpretieren zu können. Dabei sei nicht nur der Gesetzgeber, sondern auch die ganze Immobilienbrance gefordert, für ein gemeinsames Vorgehen.

 

 


Niedrigzinsen treiben Immonachfrage

von Gerhard Rodler (immoflash)

28.05.2013


Immobilieninteressenten begründen ihren Kauf zunehmend mit günstigen Finazierungszinsen.

44 Prozent der Befragten nennen die günstigen Zinsen zur Wohnfinanzierung als wichtigstes Kaufmotiv. Die Zuversicht in den Wertzuwachs von Immobilien ist ungebrochen. Demnach rechnet etwa jeder zweite Kaufinteressent (47 Prozent) mit einem Wertzuwachs, der die Inflation ausgleicht.

Für das aktuelle Immobilienbarometer wurden im März 2013 rund 3.700 Kaufinteressenten in Österreich und Deutschland befragt.

Das auf historischem Tiefstand liegende Zinsniveau ist derzeit nach der Altervorsorge der wichtigste Grund für den Immobileinkauf. Hauptgrund für den Immo-Kauf bleibt aber die Altersvorsorge. Jeder zweite Interessent nannte sie als Motiv für den Kauf (51 Prozent).

1. Altersvorsorge: 51 Prozent (2010: 49 Prozent)

2. Zinsen sind günstig: 44 Prozent (2010: 39 Prozent)

3. Mietzahlung vermeiden: 40 Prozent (2010: 42 Prozent)

4. Unabhängigkeit vom Vermieter: 31 Prozent (2010: 28 Prozent)

5. Immobilien krisensicher: 25 Prozent (2010: 22 Prozent)

Im Durchschnitt rechnen 47 Prozent der Immobilieninteressenten mit einem Wertzuwachs, der die Inflation ausgleicht. Vor allem Kapitalanleger erwarten heute in der Mehrheit eine Wertsteigerung im Bereich der Inflation (66 Prozent).

10 Prozent erwarten sogar einen höheren Wertzuwachs und nur 5 Prozent glauben an einen Wertverlust. Auch die Mehrheit der Eigennutzer glaubt an eine Wertsteigerung: 41 Prozent rechnen mit einem Inflationsausgleich, 7 Prozent mit höheren Steigerungen.

Bemerkenswert ist, dass jeder fünfte Eigennutzer gar nicht an der Weiterentwicklung seiner Immobilie interessiert ist (21 Prozent).

ACHTUNG: BETRÜGER TREIBEN AUF IMMOBILIENPLATTFORMEN IHR UNWESEN

Es klingt verlockend und doch ist es im wahrsten Sinne des Wortes zu schön, um wahr zu sein.

In den letzten Tagen sind auf Immobilienplattformen, immer wieder falsche Wohnungsanzeigen zu finden.

Die Betroffen berichten dabei immer die gleiche Vorgehensweise:

Der vermeintliche Besitzer antwortet auf die Wohnungsanfrage und erklärt, dass er sich derzeit im Ausland befinde (Einmal ist er Ingenieur auf Zypern, das nächste Mal Anwalt in Rom, etc.) und genau dort möchte er die nächsten Jahre auch bleiben. Dies sei auch der Grund der Wohnungsvermietung.

Er möchte den Interessenten die Wohnung sehr gerne zeigen, doch bedauerlicherweise hat er den Schlüssel zur Wohnung bei sich im Ausland.

Doch dies sei alles kein Problem. Der „Vermieter“ erklärt sich dazu bereit den Schlüssel innerhalb von zwei Tagen nach Österreich zu senden, damit man sich die Wohnung ansehen kann.

So weit, so gut. Doch zuerst sollen die Interessenten das Geld für die Kaution und die erste Monatsmiete auf das von ihm angegebene Konto überweisen. Sollte die Wohnung passen, könne man sofort einziehen und bekäme den Vertrag mit der Post zugesendet.

Sollte die Wohnung nicht passen, bekomme man selbstverständlich sein Geld zurück.

Und genau hier beginnt der Betrug. Die Betroffenen übersenden das Geld, doch plötzlich stellt sich heraus: Die Wohnungsadresse ist völlig willkürlich gewählt, die Bilder aus dem Internet geklaut, die Wohnung gehört jemand anderem, einem ahnungslosen Besitzer.

Doch weil sich die Betrüger immer wieder unter anderen Namen (z.B.: Edem Hart, Gary Douglas, Habel Rainer, usw.) in den Immobilienportalen anmelden, kann nicht ausgeschlossen werden, dass dies in Zukunft wieder passieren wird.

Bei seiner gefundenen Traumimmobilie wirft man mal schnell gute Grundregeln über Bord und die Alarmglocken verstummen, doch es ist höchste Vorsicht geboten. Denn wer zahlt hat kaum eine Chance sein Geld wieder zu bekommen!

Sollten auch Sie ein Betroffener sein oder gerne die Möglichkeit haben sich mit Betroffenen auszutauschen, können wir ihnen dieses Forum sehr zu Herzen legen:

http://www.wohnnet.at/immobilienforum/do/B/124183/achtung-betreuger-unterwegs.htm

Wiener Büromarkt weiter stabil

von Gerhard Roder (immoflash)

22.03.2013

Im amtlichen österreichischen Grundbuch wurden zwischen Jänner und Dezember 2012 insgesamt 93.038 Immobilienkäufe eingetragen. Grundstücke, Häuser, Eigentumswohnungen, etc. um insgesamt € 17,48 Mrd. wechselten die Besitzer. Damit stieg der Wert der gehandelten Immobilien im Vergleich zum Jahr 2011 um +6,4 % und die Anzahl um +2,4 %.

Wie jedes Jahr waren die Eigentumswohnungen mit 31.415 Einheiten der am häufigsten gehandelte Immobilentyp, wenngleich leicht rückläufig. Danch folgten erstmals nicht Gebäude sondern Grundstücke: mit 25.739 Kaufakten (+15,8%).

An dritter Stelle rangierten 25.203 Gebäude (alle Gebäudetypen inkl. 10.446 Einfamilienhäuser). Auch Einfamilienhäuser liegen mit +8,2 % im Trend.

Wertmäßig ist Wien am Immobilienmarkt mit € 5,13 Mrd. oder 29,4 % der österreichischen Gesamt-Immobilienkaufsumme allen anderen Bundesländern weit voran. Die Steigerung gegenüber dem Jahr 2011 beträgt beinahe eine halbe Milliarde Euro, gegenüber dem absoluten Boomjahr 2010 immer noch 200 Millionen.

Auf Rang 2 folgte im Jahr 2012 Niederösterrich mit € 2,64 Mrd. oder 15,1 % des nationalen Immo-Kuchens, Oberösterreich kehrte mit € 2,15 Mrd.( =12,3 %) wieder auf Rang 3 zurück.

Wiener Büromarkt weiter stabil

von Gerhard Roder (immoflash)

08.03.2013

Der Wiener Büromarkt ist - auch im Vergleich zu anderen europäischen Metropolen - weiterhin gesund und stabil: Mit einer überraschend hohen Nachfrage, konstanten Preisen und Renditen und vor allem der traditionell niedrigen Leerstandsrate.

Die Nachfrage am Bürovermietungsmarkt war mit 280.000 m2 im Vorjahr deutlich höher als erwartet. 2013 erwartet man einen Vermietungsumsatz in ähnlicher Höhe, da einige größere Mietinteressenten derzeit auf Suche seien.

Die Renditen liegen mit 5,25 Prozent im europäischen Vergleich im guten Mittelfeld und seien ein weiteres Indiz für die Stabilität des heimischen Marktes, heißt es in dem Büromarktbericht weiter.

Die Leerstandsrate ist demnach nur minimal gestiegen und mit 6,6 Prozent international verglichen einzigartig. Wien sei damit hinter München, London und Paris "positives Schlusslicht", wurde bei der Pressekonferenz betont. Im Gegensatz dazu liegt nach Erhebungen von Knight Frank beispielsweise die Leerstandsrate in Dublin bei 21,4 Prozent, in Amsterdam bei 17,9 Prozent.

Das Investmentvolumen werde heuer konstant bei 1,6 Milliarden Euro liegen, allerdings könnte sich dieser Wert durch einige gößere, aktuell am Markt befindliche Objekte noch erhöhen, wurde bei der Pressekonferenz betont. Der Käuferkreis komme zwar weiterhin vorwiegend aus dem deutschsprachigen Raum, sei aber durchaus flexibler geworden. Vielfach werde nach Nischenprodukten oder nach Objekten zur Umutzung gesucht.

Zudem seien vermehrt auch Private, die zuletzt eher im Wohn-und Zinshaussegment investiert hatten, an Büroobjekten interessiert. Der Büroflächenbestand liegt in Wien aktuell bei 10,6 Millionen m2, im Vorjahr kamen durch Neubauten oder Generalsanierungen rund 200.000 m2 Büroflächen dazu, das sind etwa 1,9% des Gesamtbestandes.

 

So wohnt Österreich 2013

Lücke zwischen Wunsch und Wirklichkeit

von Robert Rosner (immoflash)

21.02.2013

Die Mehrheit der Österreicher hat eine klare Vorstellung, in welcher Immobilie sie leben möchte.

Hierfür befragte Integral Markt- und Meinungsforschung 1.000 Österreicher/-innen in einer bevölkerungsrepräsentativen Umfrage nach ihren Wohnwünschen und ihrer derzeigen Wonsituation.

Bei der Immobilienwahl sind die Österreicher "erdverbunden", jeder Zweite (66 Prozent) wünsch sich ein Haus im Eigentum, 25 Prozent möchten zumindest eine Eigentumswohnung besitzen. Für eine Mietwohnung können sich nur 7 Prozent, für ein Haus zur Miete gar nur 2 Prozent der Österreicher erwärmen.

Die Immobilienwahl ist allerdings altersabhängig: Am stärksten ist der Wunsch nach dem Eigenheim in der Gruppe der 30 bis 49-jährigen ausgeprägt (30-39 Jahre: 71 Prozent, 40-49 Jahre: 75 Prozent).

Auf dem Wohn-Wunschzettel stehen ganz oben Balkon, Loggia oder Terrasse (97 Prozent). Bei der idealen Immobilie ist für 92 Prozent eine Garage oder Carport ein absolutes "Muss" und schlägt den Wunsch nach einem Garten (82 Prozent). Knapp jeder Zweite träumt vom Swimmingpool (46 Prozent), aber nur rund 10 prozent steht bereits ein solcher zur Verfügung.

Prinzipiell sind die Österreicher mit ihrer derzeitigen Wohnsituation nicht unzufrieden. Sie erteilen dieser eine Schulnote von 1,8.

Der Immobilienbestand in Österreich ist im internationalen Vergleich sehr hochwertig, das spiegelt die Zufriedenheit der Befragten wider. Die Mehrheit, rund ein Viertel, bewohnt derzeit zwischen 70 und 90 Quadratmeter (24 Prozent) und hat 3 Zimmer zur Verfügung. Durchschnittlich betrachtet, stehen den Österreichern 107 Quadratmeter und 4 Zimmer zur Verfügung. Ein separates Badezimmer, Schlafzimmer und WC in der Wohnung sind mittlerweile weitgehend Standard.

Wenig überraschend sind fehlende finanzielle Mittel der Hauptgrund, warum man zur Miete wohnt. Nur 20 Prozent der Befragten sagen, sie wollen sich einfach noch nicht festlegen. Aber jeder Dritte, der sich bisher kein Wohnungseigentum leisten konnte, glaubt daran, sich den Traum vom Eigenheim in Zukunft noch erfüllen zu können. Das gilt naturgemäß vor allem für die jüngeren ( 18-29 Jahre: 58 Prozent, 30-39 Jahre: 48 Prozent).

Immerhin plant jeder Vierte (24 Prozent) in den nächsten 5 Jahren einen Umzug. Knapp jeder zweite Befragte (46 Prozent) wird dabei in eine Mietwohnung ziehen, 27 Prozent in ein Eigenheim und 16 Prozent in eine Eigentumswohnung.

Die unterschiedlichen Lage-Präferenzen für das neue Domizil spiegeln sich auch in den Erwartungen an die zukünftige Infrastruktur der Immobilie wider. So ist die optimale Wohnumgebung gut an öffentliche Verkehrsmittel angebunden (84 Prozent), weist eine gute ärztliche Versorgung (86 Prozent) und gute Einkaufsmöglichkeiten (81 Prozent), sowie Nähe zur Natur (80 Prozent) und gute Parkmöglichkeiten (81 Prozent) auf.

Verlockende Abend-oder Nachtlokale (9 Prozent) oder ein großes Sportangebot (29 prozent) haben den geringsten Einfluss auf die Standortwahl.

Landeshauptstädte boomen

Die Speckgürtel werden immer dicker

von Gerhard Rodler (immoflash)

31.01.2013

Weg vom Land, rein in die Ballungszentren, das ist ein scheinbar unaufhaltsamer Trend.

Denn allten Regionalförderungsprojekten zum Trotz gilt: Je ländlicher das Land, desto weniger attraktiv auch als Wohngegend. Umgekehrt werden die Speckgürtel rund um die größeren Städte immer dicker. Dieser reicht beispielsweise im Falle von Wien in nördlicher Richtung bis Stockerau, in östlicher sogar schon bis zum Neusiedlersee und im Süden weit über Mödling hinaus.

Aber auch die Landeshauptstädte wachsen. Im Schnitt nahm die Zahl der jeweiligen Einwohner zwischen 2011 und 2012 um 8,5 Prozent zu.

Den stärksten prozentuellen Zuwachs verzeichnete dabei die Stadt Graz, deren Bevölkerung um 17,3 Prozent (+39.074 Personen) wuchs.

Starke Zuwächse verzeichneten auch Eisenstadt mit einem Bevölkerungszuwachs um 16,2 Prozent und Wien mit einem Plus von 11,7 Prozent. Noch deutlicher zulegen konnten Vorstädte und Gemeinden im Einzugsbereich großer Städte: So wuchs beispielsweise die Wiener Umland-Gemeinde Gänserndorf um 31,9 Prozent oder Seiersberg bei Graz um 23,7 Prozent.

Bevölkerungsrückgänge zeigten hingegen Städte und Gemeinden im ländlichen und grenznahen Bereich. Den stärksten Schwund verzeichnete Eisenerz (-25,3 Prozent); auch die steirischen Städte Bad Radkersburg (-17,2 Prozent) und Mariazell (-12,9), sowie das niederösterreichische Raabs an der Thaya (-11,9) gehören zu den stark schrumpfenden Städten.

In absoluten Zahlen legte Wien am meisten zu - und zwar um 181.113 Personen. Die Bundeshauptstadt hält nun bei 1.731 Mio. Einwohnern. Der sogenannte Wanderungssaldo - also die Zahl der Zugezogenen minus der Abgewanderten - lag in Wien, mit 14.415 Personen am stärksten im Plus (83.520 Zuzüge gegenüber 69.105 Wegzügen). 

Nennenswerte positive Wanderungssaldi verzeichneten auch Graz (+3.398 Personen) und Linz (+1.742 Personen).

Österreichs Immobilienmarkt weiter stabil

Sowohl bei Vermietungen wie Investment

von Gerhard Rodler (immoflash)

24.01.2013

Der Vermietungsmarkt hat 2012 etwas zugelegt.

Nach den sehr bescheidenen 260.000 Quadratmetern im Jahr 2011 waren es im Vorjahr zumindest 345.000 Quadratmeter Bürofläche in Wien, die neu vermietet werden konnten.

Bei den Immobilieninvestments war der Anstieg moderat und erhöhte sich von 1,7 Milliarden Euro im Jahr 2011 auf rund 1,8 Milliarden Euro im Jahr 2012.

Der Investmentmarkt 2012 wurde wie auch im Jahr 2011 durch Inlandsnachfrage dominiert. Die aktivsten auslöndischen Investoren waren deutsche Anleger (ca. 30 Prozent). Im Jahr 2012 wurden in Wien beinahe doppelt so viele Büroflächen ( rund 338.000 zu 176.000 Quadratmeter) fertiggestelt wie im Jahr 2011.

Das vierte Quartal 2012 war nicht nur bei den Fertigstellungen - rund 170.000  Quadratmeter - das stärkste sondern auch bei den Vermietungen, denn alleine von Oktober bis Dezember 2012 wurden rund 150.000 Quadratmeter Büros in Wien vermietet.

Wie die Österreicher am liebsten Wohnen

von Gerhard Rodler (immoflash)

10.01.2013

Wie häten Sie's gerne? Keine Frage: Nicht immer wird das, was am meisten gewünscht wird, dann auch tatsächlich gekauft (oder gemietet). Und nicht immer scheitert es dabei an der "nur" Finanzierbarkeit. Aber ein netter Anhaltspunkt für Projektentwickler ist so ein Ausflug ins Seelenleben der Österreicher allemal.

Ganz oben auf der Liste:

Der romantische Bauernhof auf dem flachen, ruhigen Land, gepaart mit einem Swimminpool und einer extra großen Küche. Knapp zwei Drittel der Österreicher wollen am liebsten in einem Dorf in ländlicher Gegend, im Umland einer Großstadt oder zumindest am Stadtrand leben.

Jeder Vierte könnte sich auf Anhieb ein Schloss, oder eine Burg mit Fitnessraum, Bibliothek, Sauna und Kaminzimmer verlieben. Zwar würden 42 Prozent der Österreicher ihr Traumhaus am liebsten direkt am Meer stehen haben, aber das Lben auf dem Wasser, auf einem abenteuerlichen Hausboot, bevorzugen nur 12 Prozent.

Bei den exotischen Behausungen punktet der Leuchttumer (7 Prozent) noch vor dem Wohnwagen ( 4 Prozent) und der Windmühle oder dem Baumhaus (je 3 Prozent).

Einen Swimmingpool als Ausstattungskriterium Nummer eins hätten ganze 41 Prozent aller Befragten fern in ihrer Traumresistenz, aber nur jedem Zehnten steht bereits jetzt einer zur Verfügung. Eine extragroße Luxusküche folgt mit 31 Prozent auf Platz zwei der beliebtesten Wohnaccessoires, gefolgt vom Fitnessraum (30 Prozent) und einer Bibliothek (29 Prozent). Viele mögen es auch heiß und knisternd: So reiht sich auf der Wunschliste dei Sauna mit 29 Prozent noch vor das gemütliche Kaminzimmer, mit 27 Prozent. 

Ein eigenes Musikzimmer oder einen Meditationsraum findet hingegen nur jeder Zehnte erstrebenswert.

Trendwende bei den Wohnimmobilien

Hochpreissegment stagniert

von Gerhard Rodler (immoflash)

07.01.2013

2013 dürfte - zumindest wenn sich die Prognose der Immobilienexperten bewahrheiten sollte - eine fast schon historisch anmutende Trendwende am heimischen Wohnimmobilienmarkt eingeläutet werden.

Konkret geht man davon aus, dass es erstmals seit Jahrzehnten im soeben begonnenen Jahr im obersten Preissegment zu keinen weiteren Steigerungen, ja sogar zu einem, wenn auch kleinen, Rückgang von durchschnittlich 0,5 Prozent kommen könnte.

Dem gegenüber erwarten sich die Experten im untersten Preisband eine Steigerung um 5,7 Prozent und im mittleren immerhin noch um 2,8 Prozent. 

Dies ist insofern bemerkenswert, als der Trend in den Jahren zuvor ein ganz anderer war. Da hatte es im unteren Preisbereich so gut wie keine Veränderung gegeben, während die hochpreisigen Immobilien in den letzten Jahren deutliche und vorallem überdurchschnittliche Preissteigerungen realisiert hatten.

"Bei nahezu allen Preissegmenten und Immobilien-Typen beobachten wir eine noch immer steigende Nachfrage, aber diese Steigerung ist wesentlich geringer als in den Vorjahren", sagt Anton Nenning von RE/MAX Austria.

Das Hauptmotiv der Immobilieninteressenten verändert sich ganz signifikant: Nicht so sehr die Anlage, sondern die Eigennutzung steht wieder mehr im Vordergrund. Genau dieser Umstand gibt dem österreichischen Immobilienmarkt auch Stabilität und Kontinuität und schützt vor Blasenbildung.

Die Preisentwicklung deutet im unteren Segment auf Steigerungen von +2,6% und im mittleren Preissegment auf einen Zuwachs von +2,4% hin. Damit liegt die erwartete Preissteigerung nur mehr auf halben bis Zweidrittel-Niveau vom Vorjahr.

Dagegen bleibt die Nachfrage von Mietwohnungen in zentralgen Lagen weiterhin auf +7,8% und belegt damit den ersten Rang. Die Preiserwartung bei Neuvermietungen in Top-Lagen mit freier Mietzingsbildung steigt um weitere + 4,7%, allerdings geringer als im Vorjahr (+5,7%) und geringer als die Top-Eigentumswohnungspreise (+5,9%).

Schöne Bescherung: Büromarkt zieht an

2012 war Jahr der großen Vermietungen

von Gerhard Rodler (immoflash)

21.12.2012

So tur­bulent und durch­­­wach­sen das zu En­de gehen­de Jahr auch war, En­de gut, al­les gut:

Wäh­rend das dritte Quar­­­tal mit nur rund 50.000 Quadratme­­­ter vermiete­­­ter Fläc­he noch eher ein Tal der Tränen für den Wie­ner Büro­­­markt war, so scheint das vier­te Quar­­­tal optimisti­­­sche­re Erwar­tun­gen zu erfül­len. Einige große Vermie­tun­gen konn­­­ten noch vor Jah­res­en­de abge­schlos­sen wer­den. „Mit Pro­­­gnosen sind wir vorsichtig, aber es scheint, als ob der nicht sehr gu­te Vorjah­res­wert von 260.000 Quadrat­me­­­ter übertroffen wer­den kann“, so Dr. An­d­re­as Ridder, Ge­­­schäftsfüh­­­rer CBRE.


Einige größe­re Mietver­­­träge stehen derzeit kurz vor Ab­schluss – wenn Vermie­­­ter und Mie­­­ter hier noch bis Jah­res­en­de zu ei­­­nem Kon­­­sens kommen, dann wird das Vermie­­­tungs­­­volumen bis zum Jah­res­en­de das Niveau des Vorjah­­­res si­cher über­­­stei­gen.“, so Felix Zekely, Head of Agency, CBRE Österreich.


2013 erwar­­­ten die Exper­­­ten von CBRE in Anbe­­­tracht der wirt­schaftli­chen Si­tuati­on kei­ne si­gnifi­­­kante Stei­gerung der Vermie­­­tungs­­­leis­­­tung – wenn das Niveau von 2012 ge­hal­­­ten wer­den kann, dann wäre das ein positives Si­gnal. 


„Die Natio­nalratswahl 2013 hat auch ei­nen Einfluss auf den Wie­ner Büro­­­markt, denn ge­rade hinsichtlich lang­­­fristi­­­ger Immobili­en­ent­­­scheidun­gen aus dem öff­entli­chen Be­reich konn­­­ten wir be­reits in der Vergan­genheit fest­­­stel­len, dass die­se we­nigen Mo­nate vor den Wah­len nicht mehr so gerne getroffen wer­den“, resümiert An­d­re­as Ridder, Ge­­­schäftsfüh­­­rer CBRE Öst­erreich.


Der größte russi­­­sche Mine­ralölkonzern Lukoil setzte im zu En­de gehen­den Jahr auf ei­ne Erweiterung in Wi­en: Ne­­­ben dem Hauptgebäude am Schwarzen­bergplatz wurde nun ei­ne 1.400 Quadratme­­­ter große Büro­­­fläc­he in der Kantgas­se angemietet.

Ab 1.12.2012 gilt neues Energieausweis-Vorlage-Gesetz

von Gerhard Rodler (immoflash)

23.11.2012

Mit 1.Dezember tritt die Novelle zum Energieausweis-Vorlage-Gesetz (EAVG 2012) in Kraft. Für Eigentümer von Gebäuden oder Wohnungen wird es damit ernst:

Wer bei Verkauf bzw. Vermietung keinen Energieausweis vorweisen kann, dem droht eine Verwaltungsstrafe bis zu 1.450 Euro.

Auch bei der Bewerbung des Objektes müssen ab 1.Dezember 2012 Heizwärmebedarf (HWB) und Gesamtenergieeffizienz-Faktor (FGEE) angeführt werden. Schon bisher war jeder Verkäufer, Vermieter oder Verpächter eines Gebäudes bzw. einer Wohnung verpflichtet, dem Interessenten (Käufer, Mieter, Pächter) einen Energieausweis vorzulegen, der nicht älter als 10 Jahre sein darf. Der Energieausweis ist nach den jeweiligen landesrechtlichen Vorschriften zu erstellen.

Er muss dem Käufer bzw. Mieter/Pächter spätestens bei Vertragsunterzecihnung ausgehändigt werden und soll diesem eine Einschätzung des energetischen "Normverbrauches" des Objektes ermöglichen.

Die mit 1.Dezember 2012 in Kraft tretende Novelle zum Energieausweis-Vorlage-Gesetz sieht nun einige wichtige Neuerungen vor, die dem bisher doch recht "zahnlosen" Gesetz zu mehr Biss verhelfen sollten.

Wird nämlich bei Vertragsabschluss kein Energieausweis übergeben, so kann der Käufer bzw. Mieter selbst einen Energieausweis erstellen lassen und die ihm daraus entstandenen Kosten vom Verkäufer/Vermieter/Verpächter einfordern, oder sein Recht auf Ausweisaushändigung gerichtlich geltend machen.

Good News für die Immobilienbranche

von Gerhard Rodler (immoflash)

15.11.2012

Das Investmenthaus IVC schließt sich der fast schon kollektiven Investitionsverweigerungshaltung nicht an : Es gibt zwar zur Jahreswende 2012/2013 eine Rezession in Europa, aber im Laufe des nächsten Jahres eine Konjunkturerholung. Die Zinsen in "sicheren Häfen" wie Österreich und Deutschland kehren mittelfristig auf "normaleres", das bedeutet höheres Niveau zurück.

Es wird eine moderate Inflation in den Jahren 2013/14 geben, da der Transmissionsmechanismus der Geldpolitik mittelfristig gestört bleibt. Danach bleibt das Risiko deutlich höherer Inflationsraten naturgemäß weiter bestehen.

Preisstabilisierungsfaktor Nr.1 an den Immobilienmärkten sind weiterhin die massiv eingebrochenen Fertigstellungen. 

Während die Mieten in Südeuropa weiter unter Abwärtsdruck stehen, blieben die Spitzenmieten in der Mehrzahl der Märkte im 3. Quartal 2012 stabil. 

Und so sieht die IVG die unmittelbare Immobilienzukunft: Die Nachfrage wird sich in den nächsten Monaten weiter abschwächen, aber im 2. Halbjahr 2013 wieder anziehen, falls die erhoffte Konjunkturstabilisierung eintritt.

Daher ist kurzfristig kein weiterer Leerstandsabbau zu erwarten. Während die Spitzenmieten mangels Neuflächenangebot stabil bleiben, stehen die Mieten für Flächen durschnittlicher Qualität unter Abwärtsdruck.

Südeuropa entwickelt sich weiterhin schwach. Der osteuropäische Markt bleibt hingegen vergleichsweise stabil.

Opening zum Tag: Wien Mitte

Teilinbetriebnahme der Shoppingmall

von Gerhard Rodler (immoflash)

09.11.2012

Was lange währt, wird manchmal auch gut: Dienstag abend fand das sogenannte pre-opening für das einst umstrittene Bauprojekt Wien-Mitte statt.

Rund zwei Jahrzehnte umfasst die Vorgeschichte zu der Überbauung des Bahnhofes Wien-Mitte - mehrere Umplanungen und eine drohende Aberkennung des Weltkulturerbes-Statuses für die City der Stadt Wien inklusive.

Das ist jetzt alles freilich Geschichte. In einem ersten Schritt wurde am 8. November für die Öffentlichkeit ein Teil des 30.000 Quadratmeter großen Einkaufscenters "The Mall" in Betrieb genommen.

In diesem ersten Schritt soll die Nahversorgung für das Kerneinzugsgebiet um den Bahnhof wiederhergestellt werden.

Im April 2013 soll "The Mall" mit circa 50 Shops dann voll in Betrieb gehen.

Nebst dem Einkaufscenter wird der Gebäudekomplex, der über eine Bruttogeschoßfläche von 150.000 Quadratmetern verfügt, auch Büros beherbergen.

Errichter ist die "Wien Mitte Immobilien GmbH", die jeweils zur Hälfte im Eigentum der BAI und der Bank Austria steht. Die Bank Austria finanziert das Vorhaben, das Gesamtinvestitionsvolumen liegt bei rund 480 Millionen Euro.

 

 

 

 

Heimischer Immomarkt ist EU-Musterschüler

von Gerhard Rodler (immoflash)

30.10.2012

Im insgesamt sehr schwachen Umfeld des europäischen Immobilienmarktes konnte sich Österreich im Jahr 2012 vergleichsweise sehr gut halten, wie die jüngst veröffentlichten Markberichte von Savills zeigen.

Wien verzeichnet erstmals seit 2008 einen leichten Anstieg und zwar um rund fünf Prozent auf 220.000 Quadratmeter im Gesamtjahr 2012. Die meisten anderen europäischen Metropolen erlitten zum Teil sehr empfindliche Rückschläge.

Einen starken Rückgang gab es unter anderem in Mailand (-40 Prozent), Paris (-19 Prozent), München und Madrid (jeweils - 18 Prozent).

"Die Nachfrage in Wien ist außergewähnlich gut, denn allzu oft gibt es so große, umfassend renovierte Flächen in diesen absoluten Spitzenlagen nicht.", so Ehlmaier (Geschäftsführender Gesellschafter von EHL Immobilien).

Sehr positiv ist auch der Vergleich der Leerstandsraten: Hier liegt Wien mit 6,9 Prozent im untersten Bereich, während nahezu alle anderen europäischen Städte höhere, zumeis sogar deutlich zweistellige, Leerstandsraten verzeichnen.

Ebenfalls gegen den internationalen Trend positiv verlief die Entwicklung auf dem österreichischen Investmentmarkt. Als einer von nur drei Märkten in Europa verzeichnete Österreich einen Anstieg des Transaktionsvolumens. Während die Investitionen in gewerbliche Immobilien in ganz Europa im Schnitt leicht zurückgingen, erzielte Wien im ersten Halbjahr ein Plus von 15 Prozent auf 575 Millionen Euro.

 

Trendwende am Wiener Büromarkt:

Tal der Tränen überwunden

von Gerhard Rodler (immoflash)

19.10.2012

Zugegeben, Optimismus ist Teil der Job Description des Immobilienmaklerberufes.

Dennoch ist genau diese Nachricht von EHL ein Grund für nachhaltige Freude: Der Wiener Büromarkt scheint die Talsohle durchschritten zu haben.

Die Vermietungsleistung 2012 wird erstmals wieder auf leicht 220.000 Quadratmeter ansteigen, was gegenüber dem Vorjahr einem Plus von 5-10 Prozent entspricht. 

Hauptmotor für den Büromarkt sind weiterhin Übersiedlungen heimischer Unternehmen. Neuzuzüge internationaler unternehmen bleiben weiterhin die Ausnahme. Kostensenkung und Flächenoptimierung gelten nach wie vor als die wichtigsten Umzugsmotive. Demgemäß erfreuen sich vor allem moderne, flächen- und kosteneffiziente Objekte mit einem Green-Building-Zertifikat, das mittlerweile zu einem Muss-Kriterium geworden ist, hohen Mieterzuspruchs.

Der Büromarkt wurde heuer auch durch einige nahmhafte Großvermietungen belebt, wie z.B. RALT mit ca. 12.000 Quadratmeter im space2move oder Thales mit ca. 10.000 Quadratmeter im Rivergate.

Neben den kosten- und flächeneffizietenen Neubauten sind auch hochqualitative Flächen wieder gefragt.

 

 

 

 

Single-Tenant-Objekte werden beliebter

Sicherheitsorientierte Investoren suchen diese Assetklasse

von Gerhard Rodler (immoflash)

12.10.2012

Bei der Frage, ob der Kauf langfristig vermieteter Single-Tenant-Objekte als Investmentstrategie Sinn macht, scheiden sich oft die Geister. 

Während ein Großteil der Investoren ein solches Investment für ein kaum kalkulierbares Risiko hält und auf das maximal mögliche "Klumpenrisiko" verweist, gibt es auf der anderen Seite auch Anleger, die regelrechte Fans dieser Anlageklasse sind.

Auch der Marktanteil dieser Investitionen ist größer als vielfach erwartet. Eine Analyse von BNP Paribas Real Estate (BNPRE) zeigt, dass seit Anfang 2011 gut 26 Prozent des in Büroimmobilien getätigten Investmentumsatzes auf langfristig (mindestens 10 Jahre) vermietete Objekte entfallen, die durch nur einen Mieter belegt sind. Nicht nur dieser relativ hohe Anteil überrascht, sondern auch die Tatsache, dass Investoren die langfristige Sicherheit, die die Fokussierung auf einen Single-Tenant bietet, scheinbar deutlich höher gewichten als das durch die Abhängigkeit entstehende "Klumpenrisiko".

Die Analyse zeigt auch, dass über 90 Prozent des Umsatzes in dieser Assetklasse auf lediglich vier Anlegergruppen entfallen. An erster Stelle liegen geschlossene Fonds, die auf einen Anteil von 53 Prozent kommen, gefolgt von Spezialfonds (21 Prozent), Pensionskasse (10 Prozent) und Versicherungen (8 Prozent). Allen ist gemeinsam, dass sie als sicherheitsorientiere Investoren einzustufen sind, die aufgrund unterschiedlicher Gründe (z.B. gesetzliche Vorgabe, Streuung von Privatvermögen) nur begrenzt in riskante Anlageformen investieren können oder wollen.

Da sie mit den für sie typischen Assets wie Staats- oder Unternehmensanleihen aktuell nicht einmal die Inflation ausgleichen können, stellen langfristig sicher vermietete Immobilien eine wichtige Ausweichstrategie dar.

Das der besseren Verzinsung entgegenstehende Single-Tenant-Risiko kann durch bonitätsstarke Mieter (z.B. öffentliche Hand, AAA Unternehmen) deutlich reduziert werden.

Büroinvestments an Spitze

von Gerhard Rodler (immoflash)

01.10.2012

Im 1. Halbjahr 2012 haben Büroobjekte wieder die Spitzenposition bei den Nutzungsarten eingenommen, nachdem sie 2011 hinter Einzelhandelsimmobilien europaweit mit deutlichem Abstand nur den zweiten Platz belegt hatten.

Mit einem bundesweiten Transaktionsvolumen von 3,89 Milliarden € konnte das vergleichbare Vorjahresergebnis um fast 45 Prozent überboten werden. Dies ergibt die Analyse von BNP Paribas Real Estate (BNPPRE).

Erwartungsgemäß haben vor allem auch die bekannten Top-Standorte von der positiven Umsatzentwickling profitiert.

 

 

 

Immoinvestitionen auf höchstem Niveau seit Krise

Herbst startet mit Frühlingslüfterl

von Gerhard Rodler (immoflash)

12.09.2012

Wenn nur alle wirtschaftlichen Signale so eine positive Stimmung verheißen würden: Laut aktuellen Research-Ergebnissen von CBRE entfielen im zweiten Quartal 2012 auf nicht europäische Investoren 25 Prozent des Marktes.

Das ist der höchste Anteil seit dem zweiten Quartal 2007, der Zeit vor der Finanzkrise.

Das Volumen nordamerikanisher Immobilieninvestoren blieb nach wie vor hoch.

Zudem war eine deutliche Steigerung der Aktivitäten von Investoren aus Asien, dem Nahen Osten und Lateinamerika, insbesondere im zweiten Quartal 2012 zu verzeichnen.

Trotz der Eurokrise bleiben also die Kapitalflüsse zwischen den europäischen Ländern nach wie vor hoch, was eine starke Tendenz zugunsten so genannter "sicherer Häfen" belegt.

 

Fast täglich öffnet ein neuer Shop

Österreich hat eine der höchsten Verkaufsflächendichten

 

von Robert Posner (immoflash)

 

Und täglich grüßt - ein neu eröffnetes Geschäft: Fast jeden Tag haben die filialisierten Einzelhändler im Jahr 2011 ein neues Geschäft in Österreich aufgesperrt. In Summe waren es rund 270 Standorte in den zehn wesentlichen Einzelhandelsbranchen.

Allerdings muss man stark nach Branchen differenzieren, am dynamischsten expandierte der Bekleidungshandel. Im Schnitt kamen in den vergangenen fünf Jahren über 100 neue Standorte pro Jahr auf den Markt. Insgesamt verfügen die größten filialisierten Einzelhändler aus den 10 wichtigsten Branchen in Österreich über circa 14.300 Geschäfte.

Nach Branchen gesehen entfällt der Löwenanteil auf den Lebensmittelhandel, der über rund 35 Prozent der gesamten Outlet-Anzahl verfügt. An zweiter Stelle liegt mit mehr als 20 Prozent der Bekleidungshandel - noch vor dem der Drogeriehandel.

Während in Tirol die besonders hohe Anzahl an filialisierten Sportgeschäften auffällt - zweieinhalb Mal mehr als im Österreich-Schnitt - verfügt Wien über doppelt so viele Buchgeschäfte als im Durchschnitt.

In Relation zur Einwohnerzahl verfügt Tirol über die meisten filialisierten Geschäfte (2,18 Geschäfte pro 1.000 EW), Wien hingegen über die wenigsten (1,22 Geschäfte).

 

 

"Österreichs Makler sind viel besser als ihr Ruf"

09.07.2012

von Gerhard Rodler (immoflash)

So, Patrick Schenner, Country Manager von ImmobilienScout24 in Österreich. "Viele Leistungen sind für den Kunden einfach nicht sichtbar. Wenn die Leistungen der Makler für den Kunden transparenter sind, wird sich das Image bessern."

Beim Blick hinter die Kulissen zeigt sich ohnedies beireits ein differenzierteres Bild: Rund 28,8 Prozent der Befragten stimmen der Aussage voll zu, "Die meisten Makler sind seriös, aber schware Schafe gibt es überall." 40,2 Prozent stimmen der Aussage immerhin "eher zu".

Herr und Frau Österreicher billigen den Maklern auch durchaus zu, professioneller geworden zu sein. 36,4 Prozent meinen, Makler seien heute sehr oder eher professionell, auf alle Fälle mehr als vor fünf Jahren (26,2 Prozent). 19,6 Prozent stimmen auch der Aussage voll und ganz zu, "Makler sind eine wertvolle Unterstützung, wenn man für die Immobiliensuche wenig Zeit hat."

Je intensiver und längerfristiger der Kontakt zwischen Makler und Kunde ist, desto besser fallen auch die Maklerbewertungen aus.

Die Wünsche der Österreicher/innen an die Maklerzunft sind übrigens eindeutig: 78,6 Prozent wünschen sich bei Miete oder Kauf am meisten aufric



Erkenntnis zum Tag: Nachbarschaft zählt

Nur wenn der Nachbar gefällt, passt es zuhause

01.06.2012

von Gerhard Rodler (immoflash)

Das soziale Umfeld erhält bei Im­mo­bilien eine immer wichtigere Be­deu­tung. Sieben Prozent mehr darf das Eig­e­nheim kosten, wenn mit den Nach­barn ein gutes Auskommen ist, zeigt eine Erhebung des Suchportals findaproperty.com. 

Bei einem durchschnittlichen Immo­bi­lienpreis von umgerechnet 266.000 Eu­ro wäre dies ein Aufschlag von 18.600 Euro. Jedem Dreißigsten ist die Nachbarschaft sogar satte 20 Prozent wert.

Die Ergebnisse – befragt wurden 2.000 Haussuchende – markieren eine Abkehr vom Fokus allein auf die Lage einer Liegenschaft. Viele Käufer ent­scheiden nicht nur auf Basis von Ver­kehrsanbindung oder Wohnfläche, son­dern zunehmend auch aufgrund der Stärke der lokalen Gemeinschaft. 

Sogar finanzstarkes Klientel würde nicht mehr bloß gehobene, bürgerliche Lagen suchen, sondern zunehmend auf den „richtigen Mix“ in der Sozial­struktur achten.

Aus den britischen Daten spricht eine Portion Sehnsucht, sieht doch die Nachbarschaftsrealität oft anders aus: Nur vier von zehn Be­fragten bezeichnen die nebenan leb­en­de Person als Freund, jeder Vierte kennt deren vollständigen Namen nicht, jeder Fünfte deren Beruf.



Infrastruktur-Investments gewinnen an Bedeutung

Institutionelle Anleger wollen Engagement mehr als verdoppeln

30.05.2012

von Gerhard Rodler (immoflash)

Institutionelle Anleger setzen so stark wie noch nie auf langfristige Anlagen in Infrastruktur. Hauptgründe hierfür sind unter anderem die Stabilität und Be­rech­en­bar­keit von Erträgen, der hohe Beitrag zur Di­ver­si­fikation des Portfolios sowie der Schutz gegen Inflation. Ganz oben auf dem Wunschzettel von Versicherungen, Ver­sorg­ungs­werken und Pen­­si­­ons­kassen stehen Investments in er­neu­er­bare und alternative En­er­gien sowie In­fra­struk­tur­netze.

Dies sind die zentralen Ergebnisse der Studie „Infrastruktur bei nstitutionellen In­ves­tor­en“ der Commerz Real in Zusammenarbeit mit dem Research Center for Financial Services der Steinbeis-Hochschule Berlin.

In Deutschland bei­spielsweise ist heute fast jeder vierte ins­ti­tu­tio­nelle Anleger (23 Prozent) in Infrastruktur investiert, in Ös­terreich liegt diese Zahl – noch – bei etwas mehr als der Hälfte

Wie hoch das Interesse an Infrastruktur generell ist, zeigt der Blick auf die mittelfristigen Pläne der großen Kapitalsammelstellen: Binnen drei Jahren dürfte sich die Zahl der Investoren, die dann ent­sprech­en­de Anlagen im Portfolio halten wollen, mit 44 Prozent fast verdoppeln. Zu­gleich soll der Anteil der In­fra­struk­tur­in­vestments durchschnittlich 2,2 Prozent und damit um fast das Anderthalbfache steigen. Vor zwölf Monaten wurde hier lediglich ein Wert von 1,6 Prozent prognostiziert. Die Vorreiterrolle dürften einmal mehr die Versicherungsgesellschaften üb­er­nehm­en, wo mittelfristig nun sogar ein Portfolio-Anteil von 3,4 Prozent er­wart­et wird. Dies entspricht alleine für diesen Sektor einem An­lage­vo­lum­en von mehr als 40 Milliarden Euro.

Das größte Potenzial sehen institutionelle Anleger in Energienetzen, bei­spiels­weise für Wasser, Gas oder Strom. Mindestens jeder zweite Be­frag­te geht hier von hohen bis sehr hohen Investitionschancen aus. Ebenfalls als vielversprechend werden Anlagen in Mautstraßen oder Flughäfen bewertet. 

Als wichtigsten Trend im Bereich In­fra­struktur machen institutionelle Anleger darüber hinaus das Thema er­neu­er­bare beziehungsweise alternative En­er­gien aus.

 


Idee zum Tag: Mietausfallversicherung

23.05.2012

von Gerhard Rodler (immoflash)

Während das Geld an Wert verliert, werden Immobilien als Wertanlage immer beliebter. In der Regel zahlen Eigentümer für das Fehlverhalten ihrer Mieter, wenn es in der Immobilie zu Schäden kommt oder keine Miete mehr gezahlt wird - zusätzliches Kapital muss in die Wertanlage investiert werden.

Mit einer innovativen Mietausfallver­sicherung können Immobilienmakler und Hausverwalter diese potenziellen Gefahren von vornherein aus dem Weg räumen.

Sie bieten ihren Kunden die Übernahme der Kosten für das erste Jahr an.

Diese betragen für Mietausfälle in Höhe von sechs Monatsmieten 59 Euro oder in Höhe von zwölf Monatsmieten 99 Euro.

Zusätzlich besteht auch die Möglichkeit, Sachschäden abzusichern, wobei die Versicherungssumme nach Bedarf auf 10.000 Euro, 20.000 Euro oder 30.000 Euro festsetzbar ist. Dafür fallen entsprechend 29 Euro, 39 Euro oder 49 Euro an.

Anbieter ist die deutsche vermietsicher.de



Ost-West-Gefälle beim Wohnen wächst

15.05.2012

von Gerhard Rodler (immoflash)

Das Wohnungsange­bot ist in Österreich sehr unterschiedlich ver­teilt, geht aus einer Marktanalyse von Immo­bilienScout24 Österreich hervor. Während um die Großstädte und in Ost­österreich noch Auswahl herrscht, verknappt sich das Angebot in Ober­österreich, der Steier­mark, Tirol, Vorarlberg und Kärnten deutlich.

 
Lediglich die Salzburger haben im Westen des Landes noch die Qual der Wahl. Besonders große Auswahl haben die Südburgenländer - bei ihnen kommen zwei Aus­wahlobjekte auf einen Haushalt. In Osttirol hin­gegen kommen großteils nur 0,2 angebotene Im­mobilien auf einen Haushalt.

Wenig überraschend haben sich die Wohn­ungspreise gegenläufig zum Angebot entwickelt - je weniger Auswahl desto höher die Preise.

Hier fällt auf, dass im gesamten Osten und Süden des Landes (mit Ausnahme von Wien und dem Speckgürtel Wiens) die Preise für Miete und Kauf günstig sind. Im Westen sorgen die Tourismus- und Erholungsregionen für höhere Preise, während die ländlich-agrar­ischen Gegenden ein vergleichbares Preisgefüge wie große Teile von Niederösterreich, Oberösterreich, dem Burgenland, Steiermark und Kärnten aufweisen.

Anlegerwohnungen boomen weiter. Insbesondere Single-Wohnun­gen zwischen 45 und 65 Quadratmeter seien schon schwer zu bekommen. Jeder fünfte Kaufinteressent sucht aktuell eine Immobilie als reine Kapitalanlage.

ImmobilienScout24 Österreich-Chef Patrick Schenner hat da einen inter­essanten Nebenaspekt herausgefun­den. Ihmzufolge sei auffallend, dass mehr renovierungsbedürftige Wohnun­gen gekauft würden, was er auf die allgemein hohen Kaufpreise zurück­führt.

Von einer bundesweiten Preisblase bei Wohnungen könne nicht die Rede sein, aber lokal gäbe es wohl Überhitz­ungen, schätzt Schenner. Nichts ab­gewinnen kann er der Mär von russischen Interessenten, die die Toplagen in Österreich aufkaufen wür­den.

Demnach würden sich 50 Prozent der Befragten bei der Entscheidung zwischen zwei Jobangeboten für den Arbeitsplatz mit der besseren Ausstattung entscheiden, selbst wenn das Alternativangebot mit einer besseren Bezahlung verbunden wäre. Bei den Beschäftigten unter 35 Jahren würden sogar 60 Prozent eine entsprechende Entscheidung fällen. Immerhin 16 Prozent aller Befragten wären beim Thema Ausstattung sogar zu größeren Abstrichen beim Gehalt bereit.

Mit anderen Worten: Es werden in  Zukunft zwar nicht mehr, aber jedenfalls bessere Büroflächen gesucht werden.

Ausstattung des Arbeitsplatzes und Lage der Arbeitsstätte sind aber nicht nur wichtig, um neue Arbeitnehmer zu gewinnen, sondern auch, um Mit­arbeiter an das eigene Unternehmen zu binden. So gaben 27 Prozent der befragten Bürobeschäftigten an, dass bei ihrem letzten Jobwechsel die Arbeitsplatzausstattung oder der Standort oder beides ausschlaggebend für den Wechsel waren. Auch hier ist der Wert bei den jungen Arbeit­nehmern mit 34 Prozent besonders hoch. 

Interessant ist auch, dass ein Teil der Befragten Großraumbüros nicht nur aktzeptiert, sondern sogar ausdrück­lich wünscht.

 


Auf die Plätze, fertig los: Fertighäuser im Trend

10.05.2012

von Gerhard Rodler (immoflash)

Fertighäuser haben, so scheint es, die „Reiseflughöhe“ in Öster­reich mehr oder weniger erreicht. Die Zuwächse sind nach Jahren der großen Absatzsteiger­ungen nun vorbei, der Trend geht aber – wohl zulasten des „Baumeister­ beziehungsweise Selbst­bauhauses“ – aber nach wie vor leicht nach oben.

Exakt 2.697 Ein- und Zweifamilienhäuser er­richteten die Mitglieder des österreichischen Fer­tighausverbandes im ver­gangenen Jahr in Öster­reich.
Im Vergleich zu 2010 konnte die Stückzahl damit um 99 Häuser (oder 3,85 Prozent) ge­steigert werden. 

Durchschnittlich kostete ein Einfamilienhaus übri­gens 150.000 Euro. Der Gesamtumsatz der Mitglieder des Fertig­hausverbandes lag 2011 bei 514 Millionen Euro. Darin enthalten sind, neben den Umsätzen für die im Inland errichteten Fertighäuser auch jene aus Export und Objektbau. 

Den Löwenanteil am Umsatz macht mit 78,7 Prozent nach wie vor der Einfamilienhausbau im Inland aus. 

Neben Ein- und Zweifamilienhäusern wurden 2011 von den Mitgliedern des österreichischen Fertighausverbandes insgesamt 56 großvolumige Gebäude (mehrgeschoßige Wohnhausanlagen, Reihenhausanlagen, Gemeinschaftspraxen, Hotels, Bürohäuser, etc.) errichtet.

2011 verlor die mittlere Leistungsstufe "Belagsfertig" 6,36 Prozent zugunsten der Stufen "Schlüsselfertig" und Ausbauhaus. Damit legte das Ausbauhaus erstmals seit Jahren wieder um 0,61 Prozent zu.

Die größere Steigerung ergab sich aber in der Stufe "Schlüsselfertig": Gleich um 5,75 Prozent mehr schlüsselfertige Fertighäuser sind zu verzeichnen. Bei den Energiestandards der Fertighäuser ergab sich in der Kategorie „Niedrig­energiehaus“ 2011 im Vergleich zu 2010 keine Änderung. 89 Prozent aller Einfamilienhäuser werden in dieser Klasse ausgeführt. Überraschend ist, dass 2011 der Anteil der Passivhäuser von 6 Prozent auf 3 Prozent gesunken ist.

Niederösterreich, Oberösterreich und Westösterreich verloren 2011 erstmals Marktanteile an Wien, die Steiermark und Kärnten. Das größte Plus konnte Kärnten verzeichnen, wo der Anteil von fünf auf dreizehn Prozent gesteigert wurde. Größter Verlierer ist Ober­österreich. Dort ging der Anteil von achtzehn auf dreizehn Prozent zurück. 

2011 wurden in Österreich laut Wifo rund 16.100 Einfamilienhäuser er­richtet. Der Marktanteil der Fertig­häuser beträgt 31 Prozent, was einen Gesamtmarkt von knapp unter 5000 ergeben würde. Da sind aber auch viele Bausätze dabei. Rechnet man diese heraus, kommt man auf einen Markt­anteil von 28 Prozent.



Neue Chancen für Büroentwickler

Qualität der Büros entscheidend

09.05.2012

von Gerhard Rodler (immoflash)

Spannende Informat­ionen für Entwickler von Büroflächen gerade in Zeiten tendenziell eher stagnierender Flächen­nachfrage. Für einen gut ausgestatteten Arbeits­platz würde jeder zweite Arbeitnehmer sogar schlechtere Bezahlung in Kauf nehmen. Das ergab eine Forsa-Umfrage un­ter Bürobeschäftigten. 



Wertverlust für leerstehende Immobilien

Bis zu fünf Prozent Wertverlust pro Jahr bei Häusern

08.05.2012

von Robert Posner (immoflash)

Immer mehr Menschen besitzen Häu­ser oder Wohnungen, die sie nicht bewohnen. Oft handelt es sich dabei um ererbte Objekte oder Schenkungen, zu denen häufig auch eine emotionale Bindung besteht. Viele Menschen gehen davon aus, dass Immobilien nicht an Wert verlieren können und lassen daher nicht benötige Häuser oder Wohn­ungen ohne Bedenken leer stehen. 

Nun stimmt es zwar grundsätzlich, dass sie vermehrbar sind und daher langfristig an Wert gewinnen. Das gilt jedoch keineswegs für die darauf errichteten Gebäude, im Gegenteil: Wer ein Haus längere Zeit leer stehen lässt, riskiert einen Wertverlust von bis zu fünf Pro­zent pro Jahr, abhängig von Alter und Zustand des Objektes (in den ersten Jahren ist der Wertverlust relativ grö­ßer).

Daher ist es wichtig, sich recht­zeitig von ungenützten Objekten zu trennen – denn irgendwann kommt der „Point of no return“, an dem der Wert­ver­lust des Gebäudes die Wert­steig­er­ung des Grundstücks, auf dem es errichtet wurde, übersteigt. Im schlimms­ten Fall riskiert man durch zu langen Leerstand den totalen Wert­ver­lust des Gebäudes. Was bleibt ist ein Objekt, dessen Abbruchkosten sich wertmindernd auf die gesamte Lieg­en­schaft auswirken. 

Wohnungen verlieren durch Leerstand zumeist weniger stark an Wert als Häuser. Dennoch sind auch ungenützte Wohn­ungen gefährdet: Sehr häufig kommt es in Folge der mangelnden Belüftung zu Schimmelbildung (ins­be­son­dere hinter Möbeln), nicht gespülte Siphons trocknen aus und führen zu massiver Geruchsbelästigung, oder es machen sich unliebsame tierische Be­wohner breit.



Eigentumsquote bei Wohnimmos steigt

04.05.2012

von Gerhard Rodler (immoflash)

Immer mehr Deutsche investieren jetzt am liebsten in die eigenen vier Wände anstatt in Aktien oder Fonds. Das lässt sich jetzt zusammen mit den nach wie vor aktuell niedrigen Zinsen auch an der Eigentumsquote bei deutschen Wohn­immobilien ablesen. Diese ist be­reits kräftig gestiegen. 

Laut einer Umfrage der Commerzbank wohnen bereits 59 Prozent der Deut­schen im eigenen Haus oder einer Eig­en­tums­wohnung. Bei der ersten Um­frage 2010 waren es noch 55 Prozent. 

In den vergangenen zwei Jahren sank der durchschnittliche Zins für Im­mo­bi­lien­finanzierungen mit zehnjähriger Bin­dung den Angaben zufolge um rund ein Prozent. Der Energieverbrauch ist für die große Mehrheit der Befragten (73 Prozent) ein wichtiges Kriterium bei der Entscheidung für ein Objekt. Zu­gleich gaben 49 Prozent der rund 1.000 Befragten an, eine bereits be­ste­hen­de Immobilie zu bevorzugen.

Die in der Regel energieeffizienteren Neu­baut­en sanken dagegen in der Gunst. Nur 32 Prozent der Mieter würden ihr künftiges Eigenheim am liebsten neu bauen. Vor zwei Jahren waren es noch 38 Prozent.



Erbrecht in der EU soll geregelt werden

Neue Wahlmöglichkeit für die Erblasser

03.05.2012

von Gerhard Rodler (immoflash)

Das EU-Parlament stimmte vor kurzem über ein grenzüberschreitendes Erb­recht in der EU ab. Damit wird es den Erben künftig erspart bleiben, dass Gesetzgebungen mehrerer EU-Länder zur Anwendung kommen.

Neu ist nun eine Wahlmöglichkeit für den Erblasser. Wenn ein deutscher Staats­bürger in Österreich lebt und ver­erben möchte, wird das im Nor­mal­fall nach österreichischem Recht ab­ge­wick­elt, auch wenn der Deutsche weitere Immobilien in Italien besitzt. Der Erbe erhält derzeit auch von den ös­ter­reich­ischen Behörden ein Nach­lass­zeug­­nis ausgestellt. Die Wahl­mög­lich­keit sieht nun vor, dass der Erblasser auch entscheiden kann, dass das Erbe nach dem Land seiner Staats­an­ge­hör­ig­keit, also Deutschland, abgewickelt werden kann.

Die Regelung soll auch für Drittstaaten-Angehörige gelten. Wenn bei­spiels­wei­se ein Algerier mit einer verheiratet ist und in Belgien lebt, wird normalerweise nach belgischem Recht vorgegangen. Nun ist auch noch mög­lich, ein Vererben des Algeriers nach dem Erbrecht in seinem Heim­at­land und der Österreicherin nach Wiener Recht zu beschließen.

Das Inkrafttreten der Regelung dürfte aber angesichts der noch aus­steh­en­den Formalitäten dauern. Frühester Zeit­punkt könnte 2015 sein.



Flucht in Wohnimmobilien, aber Angebot zu knapp

Österreicher setzen immer mehr auf Betongeld

30.04.2012

von Gerhard Rodler (immoflash)

Die ständigen schlech­­ten Nach­richten über Bank­en­bon­i­tät und die Sicherheit von Wertpapieren aller Art haben bei den Ös­ter­reich­ern tiefe Spuren hin­­­ter­­lassen. Immer mehr setzen lieber auf Grundbuch statt Spar­buch und auf Betongold statt Wertpapiere. 

Das – und noch mehr die Tatsache, dass die Bank­en als Hauptfinanzierer der Immobilienbranche nach wie vor bei Neu­mittel­vergabe massiv brems­en – hat seine Spuren hinterlassen. Und zwar nicht mehr zu üb­er­sehende. Das Interesse an Immobilieneigentum ist ja nach wie vor gewaltig und beispielsweise werden Anlegerwohnungen mittlerweile schon "vor Plan" zumindest reserviert, weil das Angebot so knapp ist.                                 

Dennoch ist der Immobilienmarkt im Vorjahr massiv eingebrochen. Denn es wird aktuell viel zu wenig ge­baut.

Konkret: Bei Kaufobjekten verringerte sich das Angebot am österreichischen Immobilienmarkt nach Angaben von immobilien.net von Anfang 2010 bis Ende 2011 um knapp 30 Prozent. Rech­net man auch den Miet­wohn­ungs­markt ein, verringert sich der Markt demnach immer noch um ein Fünftel. 

Besonders dramatisch ist der Rück­gang in Wien. Bei Kaufobjekten beträgt die Verringerung des Angebots knapp die Hälfte. In den meisten Bundesländern bestätigt sich dieser Trend. Lediglich in Tirol und im Burgenland gibt es einen leichten Anstieg bei den Angeboten.

Da für diese Analyse naturgemäß lediglich die Zahlen von immobilien.net herangezogen werden, bleibt bei diesen Angaben natürlich eine möglicherweise erhebliche Unschärfe, denn neben einem Marktrückgang auch ein Rückgang der Marktanteile von immobilien.net mehr oder weniger stark in diese Zahlen hineinspielen, zumal in letzter Zeit erstarkende Mitbewerber aufgetreten sind.

Wohnen: Flucht ans Land

Stadtwohnungen für viele nicht mehr leistbar

So oder so, Fakt ist auch: Die beständig hohe Nachfrage hat hohe Preisanstiege zur Folge. Generell lässt sich ein starker Trend in Richtung Verteuerung von Immobilien, vor allem in innerstädtischen Regionen und in den Speckgürteln von Ballungszentren, feststellen. Spitzenreiter sind Vorarlberg und Tirol. Dort gibt es bei Häusern einen Preisansteig von über 19 bzw. über 13 Prozent im Durchschnitt, trotz leicht steigenden Angebots. Salzburg und die Steiermark folgen mit über zehn Prozent Erhöhung nur knapp dahinter. Bei den Eigentumswohnungen liegt traditionell Wien vorne. In Margareten, Neubau, Simmerung und Hernals sind die Kaufpreise im zweistelligen Bereich gestiegen.


Schatten zieht über Immobilienwirtschaft

EU-weite Gebäudeabgabe in Überlegung

27.04.2012

von Gerhard Rodler auf Frankfurt (immoflash)

Gebäude sind mit 40 Prozent Anteil der­zeit die größten Energie­ver­braucher Euro­pas. Bis dato gab es von staatlicher Seite abge­sehen von vereinzelten und höchst unterschied­lichen Förderungsmaß­nahmen kaum geeignete Lenkungsmaßnahmen, um die Energieeffizienz bei den Gebäuden zu steigern. Genau das, so war am Rande der welt­größten Messe für Ener­gie-Effizienz, Light+Buil­ding in Frankfurt in der Vorwoche, von immo­flash exklusiv und ver­traulich zu erfahren dürfte sich in absehbarer Zeit drastisch ändern. 

Konkret wird unseren Informationen zufolge von der EU-Bürokratie eine Art CO2-Abgabe für Gebäude evaluiert. Diese soll eine Sollenergiever­brauchskennziffer pro Quadratmeter definieren. Deren Überschreitung würde dann einer Strafabgabe geahndet, die je nach Höhe der jeweiligen Überschreitung gestaffelt ist. 

Vom Modell her wäre dies ähnlich wie bei den Abgasnormen für LKWs oder auch der österreichischen Normver­brauchsabgabe bei Personenfahrzeu­gen nicht unähnlich. Allerdings mit dem wesentlichen Unterschied, dass diese Abgabe für alle Häuser und nicht nur für neu errichtete gelten solle.

Relativ absehbar scheint der Wille der meisten zu sein , so eine Lenkungsabgabe einzuführen. Der Teufel schlummert hier aber massiv im Detail. Denn weit weniger absehbar ist, wie man EU-weit mit den unterschiedlichen Klimazonen und auch wirtschaftlichen Voraussetzungen umgehen wird. Da dürfte wohl noch einige Zeit ins Land ziehen.

Dass so eine Abgabe, welche den Gebäudeeigentümern vorgeschrieben werden wird (und damit wohl unter anderem auch die Immobilieninves­toren mit am meisten treffen könnte), aber kommen dürfte, wurde am Rande der Light + Building relativ klar. 

Der Energieverbrauch bei Gebäuden wird aufgrund von steigendem Technikeinsatz – beispielsweise Kon­sum- und Heimelektronik - aber auch forcierten Klimaanlagen-Einsatz auch im privaten Bereich tendenziell steigen.
Entsprechend wichtig ist ihre Rolle bei Smart Grids, also der dezentralen Energieversorgung. Generell zeigte sich in Frankfurt auch, wie stark weltweit die Nachfrage nach ressour­censchonenden Licht- und Gebäude­techniklösungen bereits jetzt – noch ohne Abgabe – ist.



Studentenwohnprojekte boomen

26.04.2012

von Gerhard Rodler (immoflash)

Während 08/15-Büroprojekte in Deut­schland aufgrund der eher flauen Nachfragesituation auf Mieterseite kaum noch gestartet werden und selbst bei Retailprojekten derzeit etwas Sand im Getriebe ist, entwickeln immer mehr Immobilienentwickler und auch Inves­toren ihre Liebe zu Spezialimmobilien.
Eine solche gerade eben in Entstehung befindliche neue Assetklasse sind Stu­dentenwohnungen.

In Bremen fand vor wenigen Tagen das Richtfest des neuen Studenten-wohnhauses der International Campus AG statt, das zusammen mit der Kapital­partner Konzept GmbH aus Leipzig realisiert wird. Der neue Name: „THE FIZZ Bremen“.

In den nächsten fünf Jahren will die International Campus AG 20 Wohnhäuser unter der Marke „THE FIZZ“ in Deutschland betreiben, die sich an Studierende mit einem besonderen Anspruch an Wohnqualität und Service richtet. Bremen ist das Pilotprojekt für alle weiteren stu­dentischen Wohnhäuser in Deutsch­land. „Die Studenten von heute stellen hohe Ansprüche an die Lage ihrer Wohnung, die sich so nah wie möglich an der Uni befinden sollte“, meint Kai Schafheutle, Geschäftsführer der Kapi­talpartner Konzept GmbH. „Mit der Errichtung unseres Studentenapart­menthauses auf dem Gelände der Universität Bremen haben wir diesen Anspruch ganz und gar erfüllt.

Die Immobilie selbst ermöglicht den Stu­dierenden eine gelungene Kombination aus Individualität und sozialem Zu­sammenleben: in ihren Apartments, mit eigener Küche und eigenen Bad, genießen die Studierenden ihre Pri­vatsphäre. Die vielen öffentlichen Räu­me im Objekt hingegen garantieren wiederum das soziale Zusammenleben.“



Zinshäuser gehen weg wie die warmen Semmeln

Zinshausbestand ist weiter rückläufig

25.04.2012

von Gerhard Rodler (immoflash)

Der Wiener Zinshausmarkt ist derzeit das stabilste Element am heimischen Immobilien­markt, die Nachfrage nach dem „Wiener Gold“ als sicherem Investment ist weiter sehr hoch. Dies geht aus dem Ersten Wiener Zinshaus-Marktbericht der Otto Immobilien Gruppe her­vor, der soeben von Firmenchef Eugen Otto und seinem Zinshaus­Team in seiner Früh­jahrsausgabe prä­sentiert wurde. Das Trans­aktionsvolumen für 2011 lag demnach bei 780 Millionen Euro, was auch im Jahresvergleich einem hohen Wert entspreche - fast 10 Pro­zent über dem vergleich­baren Zeit­raum für 2010. Spitzen­reiter da­bei war nicht ganz überraschend die Region 1 mit dem Ersten Bezirk, wo 166 Millionen Euro Prozent und beweist wieder einmal die Ausnahmestellung der "Wiener Innen­stadt“, so die Studienautorinnen Lene Kern und Stefanie Steinkellner.

Der Trend des letzten Herbstes setzt sich bei den steigenden Preisen und sinkenden Renditen fort, wenngleich – je nach Lage – unterschiedlich ge­wichtet, betonten die Researcher von Otto Immobilien bei der Presse­konferenz. So liegen in der Region 10 mit den Bezirken 13, 18 und 19 die Mindestpreise erstmals über 1.000 Euro pro Quadratmeter, während im 15. Bezirk dieser Wert bei 610 Euro liegt. Am höchsten sind die Renditen derzeit noch in der Region 6 (10. und 11. Bezirk) sowie in der Region 12 (21. und 22. Bezirk) mit Werten bis zu 6,5 Prozent.

Betrachtet man die Zahl der Trans­aktionen, so waren fast zwei Drittel der Verkäufer Privatpersonen, während auf Käuferseite fast die Hälfte der Geschäfte von Unternehmen getätigt wurden. 

Bezogen auf die Volumina waren Unternehmen sowohl bei den Käufern als auch den Verkäufern die domi­nierenden Marktteilnehmer. Interessant dabei das zunehmende Interesse ausländischer Investoren.

Mit dem Ersten Wiener Zinshaus-Marktbericht, den Otto Immobilien als einziger Immobiliendienstleister zwei Mal jährlich in aktualisierten Ausgaben präsentiert, will das Unternehmen nicht nur Transparenz in einen oft undurch­sichtigen Markt bringen, sondern auch Interesse für das rare Kulturgut der Gründerzeit wecken. 
Als Gründerzeit-Zinshäuser im engeren Sinn definiert Otto Immobilien jene Gebäude, die in den Jahren 1848 – 1918 im Stil des Historismus (mit den entsprechenden Stilelementen, wie gegliederter Fassade etc.) in ge­schlossener Bauweise errichtet wurden, die keine Sondernutzung etwa als öffentliche Gebäude haben und an denen kein Wohnungseigentum be­gründet wurde.

Für den Zwischenbericht dieser Früh­jahrsausgabe 2012 wurden, basierend auf dem Kaufvertragsspiegel von WEBSERVICESunited und anderen ver­fügbaren Quellen, sämtliche bis Feb­ruar 2012 im Grundbuch ersichtlichen Transaktionen am Wiener Zinshaus­markt berücksichtigt. Demnach gibt es mit diesem Stichtag nur mehr 15.100 Wiener Gründerzeit-Zinshäuser, im Herbst 2009, zu Beginn der Recher­chen, waren es noch um 400 Häuser mehr.



Eigentumswohnungen in Berlin boomen

24.04.2012

von Gerhard Rodler (immoflash)

Der Wohnimmobilienmarkt in Berlin boomt und boomt – allen Unkenrufen zum Trotz – immer noch weiter. Und ein Ende ist scheinbar noch nicht absehbar.
Die Ziegert Bank- und Immo­bilienconsulting GmbH beispielsweise hat im ersten Quartal 220 Wohnungen für insgesamt 63,3 Millionen Euro verkauft. Gegenüber dem Vorjahres­zeitraum (45,2 Millionen Euro) haben sich die Umsätze damit um rund 40 Prozent erhöht. 

"Das günstige Zinsniveau, der hohe Wohnungsbedarf in der Stadt sowie der vergleichswiese geringe Neubau sind Grundlage für viele Kaufentschei­dungen", sagt Nikolaus Ziegert, Geschäftsführer von Berlins führendem Wohnungsvertrieb. Der Trend könne sich in den kommenden Wochen allerdings leicht abschwächen. Denn die Nachfrage sei zuletzt auch durch die am 1. April erfolgte Erhöhung der Grunderwerbsteuer beflügelt worden. 

Der Schwerpunkt der Nachfrage liegt derzeit in den Innenstadtbezirken Mitte, Charlottenburg-Wilmersdorf und Friedrichshain-Kreuzberg sowie dem Prenzlauer Berg und in Steglitz. "Die Fokussierung auf die Innenstadtlagen führt dort zu rasch steigenden Preisen. In Steglitz, wo wir Ende 2009 noch für 2.100 Euro verkauften, müssen In­teressenten jetzt mit 3.200 Euro je Quadratmeter rechnen. Käufer mit mittleren Einkommen weichen daher zunehmend in die Cityrandlagen aus." In Weißensee könne man noch immer für 2.400 Euro je Quadratmeter eine attraktive Wohnung erwerben. Zwei Kilometer südlich, im Prenzlauer Berg, würden für gleichwertige Angebote 3.500 bis 4.300 Euro verlangt.